NOY 25/2019

Foto + Text: Jörg Oyen 06.2019


Unterschiede

Ein Baum ist ein Baum. Ein Stein ist ein Stein. Der Mensch ist ein Wesen, das sich im Lauf seiner Lebenszeit weiterentwickelt. Gemachte Erfahrungen und resultierende Entscheidungen beeinflussen seine Entwicklung. Insbesondere die die er ausserhalb seiner Komfortzone macht. Er wächst mit seinen Aufgaben. Das hat Folgen.

Verständnis

Eltern verstehen ihre Kinder nicht. Früher oder später. Verstehen Kinder ihre Eltern nicht? Früher oder später?

Wie kann es sein das nach einer guten Schullaufbahn und anfänglich gutem Studium, plötzlich gelebte Normalitäten wie aufgeräumtes Zimmer und das befolgen von Abläufen nicht mehr eingehalten werden? Fehlt es an Respekt? Fehlt es an Dankbarkeit? Oder ist es nicht eher der Umstand das die neuen Einflüsse außerhalb der Komfortzone des Elternhauses und die dort gültigen Spielregeln erst mal zu durchdringen sind? Was ist richtig? Was ist falsch? Was ist fair? Wie gehe ich mit den Erwartungen an mich von Eltern und Personen aus meinen neuem Umfeld um? Und wie komme mit beiden Teilen besser weiter?

Das ist schwer, in gemeinsam verständliche Worte zu fassen. Dazu kommt das neu gelernte Wörter bei den «Alten» unbekannt und wenn bekannt dann oft «falsch» verstanden worden sind oder sich im Lauf der Zeit deren Bedeutung einfach verändert hat. Eindrücke wollen verarbeitet werden, Abhängigkeiten hinterfragt und verstanden werden. Das Gehirn wartet auf Antworten. Das bis dahin gelernte reicht nicht aus die Menge der neuen Eindrücke in ausreichender Geschwindigkeit zu ordnen. Das bremst. Aufgaben bleiben auf der Strecke. Eigene Entscheidungen werden vorübergehend seltener. Das Verständnis warum und wozu Aufgaben zu lösen sind, ändert sich.

Eigene Verarbeitungsgeschwindigkeit von Aufgaben finden

Da Tempo nicht jeder gleich versteht und mit einem Taschentuchprodukt zu verwechseln ist, der Schwenk auf Verarbeitungsgeschwindigkeit von Aufgaben. Es gibt Aufgaben die gehen leicht von der Hand und andere ziehen sich in die Länge. Welche davon Spaß machen und welche davon nur mit sehr viel Kraftaufwand angegangen werden, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Besser fährt man mit einem überschaubaren Mittelmaß beider Aufgabenarten. Das lässt sich gut messen. Über einem längeren Zeitraum beobachtet wird klarer, wie viel Aufgaben, in welcher Zeit durchschnittlich zu schaffen sind.

Wandel der Detailtiefe von Aufgaben

Mit zunehmender Erfahrung und Verantwortung, ändert sich die Geschwindigkeit mit der Aufgaben angegangen und Probleme gelöst werden. Waren es bis dahin tägliche Aufgaben, die im Team besser zu lösen sind, ändert sich die Detailtiefe von Aufgaben mit Blick auf das Wochenziel der nächsten Woche. Noch reduzierter geht es bei Monats- und Quartalsplänen zu. Arbeitsergebnisse, Fortschritte und was sonst noch zu tun ist, werden zu vermeintlich leicht zu kommunizierenden Zahlen. Zahlen die unter Beobachtung stehen und spätestens ab hier Einfluss auf Kurskorrekturen von Jahreszielen nehmen.

Will man gemeinsam mit anderen weiter kommen, reicht das vermeintlich gleiche Verständnis von Zahlen nicht aus. Das A und O hier ist Kommunikation und Koordination.

Kommunikation & Koordination

Wie sich dazu eine zielführende Kommunikation und grundlegende Koordination aufzubauen ist, zeigt Markus Andrezak auf slideshare.net.

Ohne Rückmeldung und Austausch kein Fortschritt und keine Verbesserung.