NOY 40/2019

Foto + Text Jörg Oyen 10.2019


Negative Übertreibung

Mit dem agilen Arbeiten geht eine positive Grundeinstellung und Stimmung einher. Energiegeladen. Bewegend. Mitreißend. Für Außenstehende unbegreiflich. Erst die negative Übertreibung, erst die Angst vor unmittelbar bevorstehenden Verlust regt einige Non Agilisten an sich darüber klarer zu werden warum es bei Ihnen so wenig lebensbejahend und erfüllend zugeht. Warum Veränderung, Anpassung und Ausrichtung im Unternehmen nur schleppend vorankommen.

Beim Warum stehen bleiben

Die Masse der Non Agilisten bleibt dann gerne bei dem Warum stehen. Sehen von ihren aktuellen Standpunkt in die Vergangenheit. Sehen für sie plausible Gründe warum Dinge so sind wie sie sind. Dabei überwiegen negative Momentaufnahmen, die auf fast paradoxe Art für Zusammenhalt und Zugehörigkeit sorgen.

Die wenigen positiven Erlebnisse lassen sich oft auf wenige Auszeichnungen reduzieren. Auszeichnungen die in einen sehr engen Korridor, eine überschaubare Menge von gleichartigen Kandidaten mit noch weniger Kriterien von einander differenziert. Schnell entsteht ein monoton anmutendes Bild der Konformität. Das Gute daran man ist nicht alleine. Man ist Integriert.

Technisch betrachtet eine grundlegende Voraussetzung für den reibungsarmen Austausch von Informationen. Und dennoch kein Garant für zukünftige Aktivitäten in einer komplexen Welt. Halte und Orientierungspunkte haben inzwischen eine spürbar kurze Verweildauer. Wer da nicht in Bewegung bleibt, hängt sich selber von der Entwicklung ab.

Mit Wozu Kurs setzen und mit Wieso Grund festhalten

Doch was, Wie bewegen? Bei den Antworten darauf helfen die Fragewörter «wozu» für die Richtung »wieso» den Grund der Veränderung nicht aus den Augen zu verlieren.

Ohne Rückmeldung und Austausch kein Fortschritt und keine Verbesserung.