NOY 41/2019

Foto + Text Jörg Oyen 10.2019


Was passiert, wenn Fragen mit «Warum» beginnen und persönlich genommen werden?

Wenn Mutter dem Sohn, Vater die Mutter mit «Warum» beginnend fragt, gehen Türen zu. Die Chancen für eine konstruktive Konstruktion reduzieren sich schnell auf das Stellen der Vertrauensfrage. War das das gewünschte Ziel vom Fragesteller? War es vom Fragesteller gewünscht auf die Frage die mit «Warum» beginnt, denn Empfänger in die Position der Rechtfertigung zu drängen? Zuvor geschenktes Vertrauen mit wenigen Worten zu entziehen? Das passiert, wenn das Gegenüber die Frage persönlich nimmt.

Im Raum, zusammen mit anderen, einen Weg finden.

Was passiert, wenn die Blicke mit Raum auf die Suche nach Schuldigen gehen? Aufstehen und Gehen? Oder den Druck standhalten? Tief durchatmen. Bis 30 zählen. Und damit ein nicht verbalisiertes «Nein» Raum und Gewicht geben? Oder mit schnellen, unüberlegten Antworten einer gemeinsamen Entwicklung aus dem Weg und auf Konfrontation gehen? Oder sich entscheiden und sich bewusst von Abhängigkeiten und Ballast trennen? Für den Moment. Bis morgen. Bis nächste Woche, nächsten Monat oder für immer? Ex oder Pause. Verhandelbar oder Stillstand?

Oder Zeit gewinnen, um einen neuen Ansatzpunkt zu finden? Einen anderen Weg finden das Wasser um den Stein des Widerstandes für unausweichliche Veränderung fließen zu lassen. Sich darüber bewusst sein, dass Entscheidungen von gestern, bei situativer Veränderung, morgen nicht mehr länger zielführend sind. Also dran und in Bewegung bleiben.

Ohne Rückmeldung und Austausch kein Fortschritt und keine Verbesserung.