NOY 45/2019

Foto + Text Jörg Oyen 10.2019


Billing & Accounting

Ok, Abrechnung klingt etwas hart, das englische «Billing oder Accounting» liest sich freundlicher und lässt erahnen das es aufwendig weitergeht.

Das gute an aufwendigen Projektabrechnungen im digitalen Umfeld ist, je nach Niveau, das Potenzial der Optimierung. Niveau? Ja. Geht die Abrechnung schnell von der Hand, brauchen gesammelte Informationen offensichtlich nicht großartig aufbereitet werden. Das Projekt ist «im Fluss», also gut unterwegs. Aufgetretene Fragen im Projektverlauf sind geklärt und berücksichtigt worden.
Und wenn nicht, kommen Verbesserunspotenziale für einen Moment in das Bewusstsein und werden sichtbar. Rückblickend zeigt sich, an welchen Tagen Themen konzentriert angegangen worden sind. Einige Aufgabenstellungen haben ihre Bedeutung geändert. Aufgaben, die im Verlauf der Woche nicht fertiggestellt weitergereicht werden konnten, erweisen sich bei Wiederaufnahme als Kraft und Schwung raubend.

Duplicate Work - Rückschritt

Zeigen sich unterschiedliche Arbeitsstände, dank «Duplikate Work», also doppelte Arbeit am vermeintlich gleichen Thema, weichen Ergebnisse von Arbeitsabläufen ab. Einseitige Verbesserungen erweisen sich auf der anderen Seite als Rückschritt.
Arbeitsergebnisse sich als nicht belastbar oder gar reproduzierbar darstellen. Leichter wird es, wenn Arbeitspakete und dazugehörige Daten chronologisch nachvollziehbar gespeichert und geteilt werden. Damit lässt sich die Suche zum Startpunkt einer neuen Betrachtung verkürzen.

Programmieren ohne Code

Was dann weiter überschaubare Umsetzungen bremst, sind ungewöhnliche, lange Dateinamen oder sperrige Wortzusammensetzungen. Die, weil nicht in der einfachen Sprache beim Austausch von Informationen im Gespräch gut verwendbar, vereinfacht und in der nachlesbaren Zusammenfassung selten richtig wieder ausgeführt werden. Später, technisch betrachtet, wird klar das zum Beispiel "scrollen" und "blättern" unterschiedlich umzusetzen sind.
Das Problem in diesem Moment, die die "falsch" zusammengefasst haben, verstehen vielleicht unter "scrollen" auch "blättern". Ohne Korrektur wird ohne eine Zeile Code geschrieben zu haben, in Folge eine Unstimmigkeit vorprogrammiert.

Zahlen - der Reihe nach

Und alles Durchnummerieren?
Alle Aufgaben, alle Themen bekommen eine fortlaufende Nummer. Im Aufbau logisch und Bereichen zuordenbar. So hat das vor der Digitalisierung, analog mit Karteikarten geklappt. Und in der Gegenwart? Heute kann jede bessere Textverarbeitung mit nummerieren Aufzählungen das Mühsame ausformulieren von Texten vereinfachen. Abläufe lassen sich mit wenigen Absätzen, beginnend mit 1. (erstens), 2. (zweitens) erzeugen.

Empfänger verlieren - Fortschritt bremsen
Wo die Unterstützung der Programme den späteren Leser außen vorlassen ist, ist die Wiederholung der Zahlenfolgen. Etwas weiter im Dokument geht die Auflistung dann mit 1. (erstens), 2. (zweitens) wieder los. Die Konsequenz für den Empfänger, zurück zur letzten Aufzählung, verstehen wo Unterschiede sind und wie diese zu verstehen sind. Die Folge doppeltes Lesen. Steigender Mehraufwand zusammenhängende Informationen und ihren Bearbeitungszustand zu erkennen. Der Aufwand zu entscheiden ob und wenn ja was als Nächstes zu tun ist, steigt.

In diesem Sinne, viel Erfolg auf der Begleitung von Aufgaben auf ihrem Weg zum Done, Undone, Obsolete, or Change.

Ohne Rückmeldung und Austausch kein Fortschritt und keine Verbesserung.