NOY 6/2020

Foto + Text Jörg Oyen 02.2020


Dinge bewegen, um darin besser zu werden

Tief in unserem Inneren ist der Wunsch nach Fortschritt vergraben. Zu lange auf der Stelle stehen bleiben, wollen wir nicht. Bei Kindern lässt sich dieses Verhalten beim gemeinsamen Essen gut beobachten. Hat das Kind das Gefühl genug gegessen zu haben, möchte es nicht länger still sitzen bleiben und sich wieder bewegen. Anderen Dingen nachgehen, um in diesen besser zu werden.

Das Ende vom Bedarf aussitzen

Kurze Zeit später, nach dem Lernen im Unterricht still zu sitzen, folgt für viele das Stillsitzen im Büro. Für einige folgen Meetings und Auseinandersetzung mit Dingen die sich intern wenig oder extern zu schnell bewegen. Manchmal sind es sehr langsame Entwicklungen, mal Projekte bei denen Teile nicht zusammen passen. Es kommt vor das dabei Dinge vergessen werden und Aufgaben ungelöst liegen bleiben. Einige Menschen haben gelernt das, wenn im Laufe der Zeit immer seltener Nachfragen gestellt werden, das Ende vom Bedarf sich aussitzen lässt. Auf Dauer kostet das sehr viel Energie. Kraft die in späteren Lebensabschnitten für notwendige Anpassungen an Veränderungen in zunehmend kürzer werdender Lebenszeit fehlt.

Bewegung folgen - Auseinandersetzung mit morgen

Ist es die Kombination aus Neugier, wie sich Bestehendes mit Neuen ersetzen lässt? Entsteht so der Wunsch, gegen Stillstand vorzugehen und Dinge zu bewegen? Oder ist das Bedürfnis Erkenntnisse, wie sich Bestehendes mit Neuen kombinieren lässt zu teilen? Wege, aufzuzeigen die Helfen limitierende Kontexte hinter sich zu lassen. Ideen zu entwickeln die erlauben verfügbare Zeit und Kraft besser zu nutzen. Solche Menschen bewegen und anderen werden ihnen folgen.

«Man kann dir nur folgen, wenn du dich bewegst»
via einfaches Grundgesetz zu Leadership von Haeme Ulrich.

 



Ohne Rückmeldung und Austausch kein Fortschritt und keine Verbesserung.